Die Taube – Verhalten, Brut und Auswirkung
Die Taube – Verhalten, Brut und Auswirkungen
Tauben sind äußerst anpassungsfähige Vögel und haben sich perfekt an das Leben in der Nähe des Menschen angepasst. Besonders Gebäude, Dächer und Photovoltaik-Anlagen bieten ihnen optimale Lebensbedingungen.
Brutverhalten der Taube
Tauben gehören zu den sogenannten Schachtelbrütern. Das bedeutet, dass sie bereits mit einer neuen Brut beginnen, während die vorherigen Jungtiere noch im Nest sind. Eine feste Brutzeit gibt es nicht – Tauben brüten das ganze Jahr über, auch im Winter.
- Pro Brut: meist 2 Eier
- Brutdauer: ca. 17–19 Tage
- Nestlingszeit: ca. 4–5 Wochen
- Bruten pro Jahr: 6–10
Ein einziges Taubenpaar kann so jährlich 12–20 Jungtiere hervorbringen.
Lebensraum und Verhalten
Tauben suchen gezielt Orte auf, die:
- trocken und windgeschützt sind
- Wärme speichern
- vor Fressfeinden geschützt liegen
- wenig menschliche Störung aufweisen
Sind diese Bedingungen erfüllt, bleiben Tauben standorttreu und kehren immer wieder zum gleichen Nistplatz zurück.
Taubenkot und seine Auswirkungen
Eine einzelne Taube produziert durchschnittlich 10–12 kg Kot pro Jahr. Bei mehreren Tieren summiert sich diese Menge sehr schnell.
Taubenkot:
- ist stark säurehaltig und ätzend
- greift Metalle, Glas und Dachmaterialien an
- verursacht starke Verschmutzungen
- kann Krankheitserreger wie Bakterien und Pilze enthalten
- führt zu Geruchsbelästigung und hygienischen Problemen
Populationsentwicklung
Durch die hohe Brutrate und das ganzjährige Fortpflanzungsverhalten wächst eine Taubenpopulation sehr schnell. Aus wenigen Tieren können innerhalb kurzer Zeit größere Bestände entstehen, wenn keine Begrenzung erfolgt.
Zusammenfassung
Tauben sind ganzjährig aktive Brutvögel mit hoher Vermehrungsrate. Ihre Standorttreue, das Schachtelbrutverhalten und die große Menge an Taubenkot führen besonders an Gebäuden und Dächern häufig zu dauerhaften Problemen.